Dachpappe & Bitumen
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Dachpappe & Bitumen entsorgen AVV 170302

Dachpappe, Teerpappe & Bitumenbahnen fachgerecht entsorgen. AVV 170302 / 170303*. Container auf Wunsch mit Lieferung – sortenrein & regelkonform.

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Details zu Dachpappe & Bitumen

Stammdaten

Abfallart
Baumischabfall
Einstufung
Vorsicht
Recycling-Klasse
AVV 170302
Dichte
1.200 kg/m³
Entsorgungsart
Entsorgen

Vorteile

  • Thermische Verwertung
  • Energiegewinnung
  • Fachgerecht

Auch bekannt als

Dachpappe entsorgen Teerpappe entsorgen Bitumen entsorgen Bitumenbahn Container Dachpappe Container bestellen AVV 170302 Dachpappe Abfallschlüssel Flachdachabdichtung entsorgen

Was gehört zu Dachpappe & Bitumen?

Dachpappe
Bitumenbahnen
Schweißbahnen

Informationen zu Dachpappe & Bitumen

Was Sie wissen müssen

Dachpappe ist einer der meist verwendeten Baustoffe zur Abdichtung von Flachdächern, Garagen, Carports und Gartenhäusern. Sie wird als Bitumenbahn, Schweißbahn oder als lose verlegte Pappe unter Dachziegeln verbaut. Sobald ein Dach saniert, abgerissen oder umgebaut wird, fällt das Material als Abfall an – und hier beginnt ein Problem, das viele Auftraggeber erst auf der Baustelle bemerken: Dachpappe gehört nicht einfach in den Bauschutt-Container.

Der Grund liegt in der chemischen Zusammensetzung. Bitumen ist ein Erdölprodukt und enthält Kohlenwasserstoffe, die den Bauschutt verunreinigen. Teerhaltige Dachpappe – verbaut bis in die frühen 1970er Jahre – enthält zusätzlich polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die als krebserregend eingestuft sind. Diese Materialien müssen getrennt erfasst, analysiert und über zertifizierte Entsorgungswege abgeführt werden.

Die drei Abfallschlüssel im Überblick

Bei der Entsorgung von Dachpappe und Bitumen gilt es, drei verschiedene Abfallschlüssel zu unterscheiden:

AVV-Schlüssel

Material

Hinweis

17 03 02

Bitumengemische (teerfrei)

Nicht gefährlicher Abfall – energetische od. stoffliche Verwertung möglich

17 03 03*

Teerhaltige Dachpappe / Kohlenteer

Gefährlicher Abfall – Nachweispflicht, PAK-Analyse erforderlich

17 06 05*

Asbesthaltige Dachpappe auf Bitumenbasis

Gefährlicher Sonderabfall – Verwertung unzulässig, Sonderentsorgung Pflicht


Was gehört in den Container – und was nicht

In den Container für Dachpappe (AVV 170302) gehören:

  • Bitumenbahnen und Bitumenpappe (teerfrei)

  • Bitumen-Schweißbahnen (selbstklebend oder verschweißt)

  • Dachdichtungsbahnen auf Polyestervlies- oder Glasvliesbasis

  • Flachdachabdichtungen aus Bitumen

  • Verschnittreste und Schnittreste neu verlegter Bitumenbahnen

  • Dachpappen von Gartenhäusern, Garagen und Carports (sofern teerfrei)

Nicht in den Standard-Container – separate Entsorgung erforderlich:

  • Teerhaltige Dachpappe (PAK-Gehalt ≥ 1.000 mg/kg) → AVV 170303*, gefährlicher Abfall

  • Asbesthaltige Bitumen-Pappen oder Sperrisolierpappen → AVV 170605*, Sonderentsorgung

  • Anhaftende Holzbalken, Metallteile, Mineralwolle oder Bauschutt → separate Container

  • Folien aus Kunststoff (EPDM, PVC, TPO) → eigene Abfallart

⚠ Hinweis: Dächer, die vor Mitte der 1960er Jahre gebaut wurden, enthalten mit hoher Wahrscheinlichkeit

teerhaltige Dachpappe. Bei Gebäuden bis Baujahr 1970 ist grundsätzlich eine PAK-Analyse empfohlen.

Eine Fehlbefüllung des Containers führt zu Mehrkosten und ggf. Bußgeldern.

Was passiert mit der Dachpappe nach der Abholung?

Bitumenhaltige Dachpappe (AVV 170302) wird je nach Anlage auf zwei Wegen verwertet:

  • Energetische Verwertung: Dachpappe hat einen Heizwert von 20.000–25.000 kJ/kg (vergleichbar mit Steinkohle) und eignet sich als Ersatzbrennstoff in Zement- und Kohlekraftwerken. Dabei werden organische Schadstoffe thermisch zerstört.

  • Stoffliche Verwertung (Recycling): Ein innovatives Raffinationsverfahren wandelt die Dachpappe in sogenanntes Bitumen-Mix-Granulat um. Der Bitumenanteil liegt bei ca. 55 % – weit höher als bei recyceltem Asphalt. Das Granulat ersetzt bei der Asphaltherstellung bis zur Hälfte des reinen Bitumens und kann für Ober- und Unterschichten im Straßenbau verwendet werden. Pro Tonne so hergestelltem Asphalt werden ca. 60 kg CO₂ eingespart.

Teerhaltige Dachpappe (AVV 170303*) wird ausschließlich thermisch verwertet. Eine stoffliche Verwertung ist aufgrund der PAK-Belastung nicht zulässig.

Warum ist sachgerechte Dachpappe & Bitumen-Entsorgung wichtig?

Bitumen und Teer sind chemisch inkompatibel mit Bauschutt-Recycling. Gelangen diese Materialien in den Bauschutt-Container, kontaminieren sie das gesamte Material durch Kohlenwasserstoffanteile. Recycelter Bauschutt mit Bitumenanteilen ist für die meisten Verwertungspfade – insbesondere im Straßen- und Erdbau – nicht einsetzbar und muss deponiert werden. Teerhaltige Dachpappe enthält PAK-Verbindungen, die nach Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG §50) einer lückenlosen Nachweisdokumentation unterliegen: von der Feststellung der Abfallart über Transport und Zwischenlagerung bis zur zertifizierten Verwertung. Die Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) verpflichtet Abfallerzeuger und -besitzer zur Trennung bereits an der Anfallstelle – also direkt auf der Baustelle.
Hinweis: Das fachgerechte Entsorgen von Dachpappe & Bitumen ist gesetzlich vorgeschrieben. Kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Beratung.

Häufig gestellte Fragen zu Dachpappe & Bitumen

Dachpappe & Bitumen entsorgen

7 Fragen
Kann ich Dachpappe in den normalen Bauschutt-Container werfen?

Nein. Bitumen- und teerhaltige Dachpappe müssen getrennt vom Bauschutt gesammelt werden. Bitumenanteile im Bauschutt machen das Material für die meisten Recyclingpfade unbrauchbar. Teerhaltige Dachpappe (AVV 170303*) gilt zusätzlich als gefährlicher Abfall und unterliegt strengen Nachweispflichten. Eine Fehlbefüllung kann zu Mehrkosten und Bußgeldern führen.

Wie erkenne ich, ob meine Dachpappe teer- oder bitumenhaltig ist?

Eine zuverlässige Aussage trifft nur eine Laboranalyse (PAK-Analyse nach EPA-Methode). Als Faustregel gilt: Dachpappe aus Gebäuden, die vor Mitte der 1960er Jahre errichtet wurden, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit teerhaltig, da die Umstellung auf Bitumen erst 1962 erfolgte. In der DDR wurde Teerpappe teilweise noch bis in die 1970er verwendet.

Was ist eine PAK-Analyse und wann ist sie Pflicht?

Eine PAK-Analyse (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) misst den Schadstoffgehalt der Dachpappe. Liegt der PAK-Wert bei ≥ 1.000 mg/kg oder der Benzo(a)pyren-Wert bei ≥ 50 mg/kg, gilt das Material als gefährlicher Abfall (AVV 170303*). Bei Altbauten und Gewerbekunden verlangen zertifizierte Entsorgungsanlagen in der Regel eine entsprechende Analyse vorab.

Was ist mit Asbest in Dachpappe?

Bis in die 1970er Jahre wurden Bitumenpappen teilweise mit Asbestfasern als Füllstoff hergestellt. Asbesthaltige Dachpappe auf Bitumenbasis wird unter AVV 170605* als asbesthaltigem Baustoff eingestuft. Ihre Verwertung ist unzulässig – sie muss deponiert werden. Vor der Containerbestellung bei Altbauten unbedingt eine Asbestuntersuchung (Analyse nach VDI 3866 Blatt 5) durchführen lassen.

Wie viel Dachpappe passt in einen Container?

Das hängt vom Containertyp ab. Dachpappe ist schwerer als sie aussieht – vor allem bituminierte Schweißbahnen mit mineralischen Auflagen. Für die meisten Dachsanierungen von Einfamilienhäusern oder Garagen reicht ein 7 m³-Absetzcontainer. Bei größeren Flächen (Flachdach, Gewerbegebäude) empfehlen wir einen 10 m³-Container. Sprechen Sie uns an – wir beraten kostenlos.

Was kostet die Entsorgung von Dachpappe?

Der Preis hängt vom Material (Bitumen oder Teer), der Menge und der Region ab. Bitumenhaltige Dachpappe (AVV 170302) ist deutlich günstiger zu entsorgen als teerhaltige Materialien, da letztere als gefährlicher Abfall einer aufwendigeren Dokumentation und Entsorgungslogistik bedürfen. Fordern Sie ein unverbindliches Angebot an.

Darf Dachpappe nass im Container gelagert werden?

Möglichst nicht. Obwohl Bitumen wasserabweisend ist, kann Feuchtigkeit unter den Bahnen die Qualität des Materials für die Verwertung mindern. Außerdem erhöht Nässeeinschluss das Gewicht und damit die Entsorgungskosten. Wir empfehlen, Container mit Dachpappe abzudecken oder zeitnah abzuholen.

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